HEIZEN MIT HOLZ

Sauber und günstig.

Mit jedem weiteren Anstieg der Öl- und Gaspreise wird das Heizen mit Holz interessanter. Je nach Einsatzzweck kostet Holz als Energieträger nur etwa die Hälfte von Heizöl. Oder, anders gesagt: Mit 2 kg Brennholz ersetzen Sie 1 Liter Heizöl. Und das ist längst nicht der einzige Vorteil: Holzheizungen schonen die Umwelt, Holz ist langfristig verfügbar – und das wohlige Knistern einer duftenden Holzheizung ist nicht umsonst das Sinnbild für Gemütlichkeit und Behaglichkeit.

Und vorab klären wir schon einmal eine wichtige Frage:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen der Angabe „Wassergehalt“ und „Holzfeuchte“ bei Kaminholz?

Je nachdem, ob ein Verkäufer einen bestimmten Feuchte- oder Wassergehalt verspricht, erhält der Kunde möglicherweise trockeneres oder feuchteres Holz – darauf weist die Stiftung Warentest hin. Hintergrund: Bei der Messung im Labor wird die Holzprobe bei 105 Grad Celsius getrocknet, um den Gewichtsverlust durch Verdunstung zu ermitteln. Wenn zum Beispiel von 100 Gramm Holz nach der Trocknung 80 Gramm übrig bleiben, errechnet sich ein Wassergehalt von 20 Prozent – bezogen auf das Anfangsgewicht. Die Holzfeuchte bezieht sich hingegen auf das End-(Trocken-)gewicht: Im Beispiel beträgt die Holzfeuchte also 25 Prozent. Noch feuchteres Holz darf in Deutschland nicht in den Kaminofen. Das verbietet Paragraph 3 der 1. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (1. BImSchV). Einfache Messgeräte liefern Orientierungswerte. Kontrollieren Sie die Feuchte damit möglichst schon beim Holzkauf!

Wenn Sie sich für das Heizen mit Holz interessieren, egal ob im Kachelofen, Heizkamin, mit einem Pelletofen oder einem Kaminofen – wir beraten Sie gerne. Und auf dieser Seite erklären wir Ihnen, was Sie unbedingt wissen sollten: 10 mal Wissenswertes zum Heizen mit Holz.

1 – Holz ist ein kostengünstiger Brennstoff
BrennholzSowohl Holzpellets als auch konventionelles Brennholz sind pro kWh Heizleistung deutlich billiger als Öl und Gas. Und die Schere öffnet sich weiter: Während die Preise für konventionelle Brennstoffe regelrecht explodieren, bleibt Holz weitgehend preisstabil. Auch die Wartung einer Holzheizung ist deutlich einfacher und günstiger als bei Öl und Gas. Sie muss beispielsweise nicht jedes Jahr vom Schornsteinfeger überprüft werden.
2 – Holz ist flexibel einsetzbar
BrennholzVon klein bis groß – eine Holzheizung lässt sich exakt auf Ihre Bedürfnisse zuschneidern. Vom Heizkamin, mit dem Sie am Abend nur in einem oder zwei Räumen für wohlige Wärme sorgen, über einen größeren Kachelofen bis hin zur Holzpellet-Anlage, die als Zentralheizung ein ganzes Haus wirtschaftlich und komfortabel beheizt – fast alles ist machbar. Sogar Kachelöfen, die über Wärmetauscher auch weiter entfernte Räume beheizen oder für die Warmwasserbereitung sorgen.

3 – Holz ist ein sauberer Brennstoff
Beim Verbrennen von trockenem Holz entsteht die gleiche CO2-Belastung wie bei der natürlichen Holzverrottung im Wald. Der Treibhauseffekt, der durch das Verheizen von Öl und Gas „angefeuert“ wird, ist hier also kein Thema. Weil Holz keinen Schwefel enthält, trägt die Verbrennung auch nicht zur Bodenversauerung und zum sauren Regen bei.
4 – Holz ist ein nachwachsender Rohstoff
Holz wird in Europa nachhaltig erzeugt. Das bedeutet: Was geerntet wird, wird auch wieder angepflanzt. Eine Ausbeutung natürlicher Ressourcen wie bei Öl und Gas findet also nicht statt. Derzeit besteht in Deutschland sogar ein Überangebot an Brennholz: Durch die notwendige Durchforstung der Wälder fällt mehr Schwachholz an als überhaupt vermarktbar ist. Weil Holz ein heimischer Rohstoff ist, sind auch keine langen, teuren und umweltschädlichen Transporte nötig. Und: Ein Versorgungsengpass oder explodierende Preise sind beim Holz kein Thema.
5 – Nicht jedes Holz heizt gleich gut
BrennholzLaubholz hat in der Regel einen erheblich höheren Heizwert. Nadelholz ist zum Heizen eher nicht zu empfehlen:

– Buche: Hält lange vor, entwickelt viel Glut, bestes Kaminholz.

– Esche: Ist der Buche gleichzusetzen, ist aber auch seltener.

– Birke: Gutes Kaminholz (schöne blaue Flamme durch ätherische Öle im Holz), brennt schneller ab als Buche.

– Fichte: Nadelhölzer neigen zu Funkenflug durch hohe Harzanteile, deshalb nur in geschlossenen Öfen verwenden. Als Späne gutes Anmachholz.

– Erle: Schnell abgebrannt, wenig nachhaltig. Sommerholz, wenn’s eh heiß genug ist.

– Eiche: Entwickelt wenig Glut, etwas Funkenflug und wenig Flamme. Brennt aber im Kachelofen sehr lang. Der Geruch ist Geschmacksache…

6 – Auf die richtige Lagerung kommt es an
Hier ein paar Tipps, wenn Sie selbst Ihr Holz „machen“. Sofort nach dem Einschlag muss das Holz gespalten werden. Bei einer Stärke der Stücke von über 30 cm vierteln, für kleinere Stücke reicht halbieren. Auf keinen Fall das Holz ungespalten lagern. Es „verbrennt“ sonst von innen, Fäulnis ist die Folge. Das Holz sollte im Stapel draußen gelagert werden. Achten Sie darauf, dass die Längsseite des Stapels nicht zur Wetterseite (West) zeigt. Immer das schmale Ende des Stapels dorthin ausrichten! Wenn Sie den Stapel von oben mit einer Plane abdecken und von unten durchlüften (Euro-Paletten), modern auch die unteren Reihen nicht.

Lagern Sie das Holz mindestens zwei Jahre so. Dann ist der Wassergehalt von über 50 Prozent auf unter 20 Prozent gesunken und der Brennwert ist am höchsten. Andererseits aber auch nicht länger als vier Jahre lagern, denn dann lässt der Brennwert schon wieder nach. Eine Alternative sind fertige Holzbriketts – aber bitte nur die mit einer DIN-Registrierungsnummer! Übrigens: Die wenige Asche, die vom verheizten Holz übrig bleibt, ist ein hervorragender Gartendünger!

7 – Auch die Befüllung des Ofens ist wichtig
Füllen Sie den Brennraum nur maximal zur Hälfte mit Holz und achten Sie auf ausreichende Sauerstoffzufuhr. Zu wenig Luft und das Verfeuern von feuchtem oder beschichtetem Holz oder sogar von Plastikabfällen verhindern das Zustandekommen der hohen Temperatur, die für eine saubere Verbrennung erforderlich ist. Statt CO2 wird dann giftiges Kohlenmonoxid (CO) erzeugt. Folge: Es stinkt und qualmt aus dem Schornstein, der außerdem schnell verdreckt und sich mit Ruß zusetzt.
8 – Alles eine Frage des Einsatzes
Moderne Heizeinsätze in Kachelöfen oder Heizkaminen garantieren eine optimale Verbrennung. Sie sind das „Herz“ im Inneren des Ofens. Mit ihrer Abbrandtechnik sind sie nicht mehr mit den Heizeinsätzen früherer Generationen vergleichbar. Heute wird Kohlenmonoxid bei hohen Temperaturen in Kohlendioxid umgewandelt und die Ruß- und Teeranteile im Rauch drastisch reduziert. Wenn Sie noch einen sehr alten Heizeinsatz einsetzen, wäre daher ein Austausch überlegenswert.
9 – Holzpellets-Heizungen sind im Aufwind
HolzpelletsIn Pelletanlagen werden kleine Presslinge aus Holz- und Sägespänen verfeuert. Diese Pellets haben drei große Vorteile: Sie brauchen weniger Lagerplatz als Holzscheite oder Holzschnitzel. Aufgrund ihrer Verdichtung haben sie einen deutlich höheren Energiewert. Und es muss nicht regelmäßig Holz nachgelegt werden, weil die Pellets über ein Fördersystem aus dem Vorratsbehälter automatisch in die Heizung rieseln. Allerdings kosten die Anlagen mehr als konventionelle Öfen und Heizungen. Langfristig amortisieren sich die Investitionen aber. Der deutsche Holzhandel geht davon aus, dass sich die Mehrkosten unter Umständen bereits nach vier Jahren wieder einspielen lassen.
10 - Holz ist 'politisch korrekt'
Auch das sollten Sie bei der Wahl des richtigen Brennstoffes für Ihre Heizung nicht ganz außer Acht lassen: Kriege und Gewalt (siehe Irak, siehe „Blut für Öl“), Unterdrückung von Einheimischen in Afrika, Asien oder Südamerika durch Energie-Multis gibt es immer nur bei Öl und Gas – aber nie beim heimischen Rohstoff Holz. Und wer Holz verheizt, sichert Arbeitsplätze in der Region, in der Landwirtschaft und in holzverarbeitenden Betrieben vor Ort. Auf den Punkt gebracht: Neben den vielen anderen Vorteilen von Holz heizen Sie auch noch mit gutem Gewissen!


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